Heilung beginnt im Herzen

Von Chuck Spezzano gibt es ein schönes Buch mit genau diesem Titel: Heilung beginnt im Herzen.

Was ist damit gemeint? Viele Menschen, die körperliche Probleme haben, können durch positive Gefühle Heilung erfahren. Positives Denken, das manchmal auch als Verdrängen von negativen Emotionen oder Befindlichkeiten mißverstanden wird, bezieht sich auf Akzeptanz. Wir können nämlich unsere Gefühle als Seismographen betrachten. Sie dienen dem inneren Erleben und spiegeln uns unser Herz.

Stellen wir uns vor, wie etwas in uns nicht im Gleichgewicht ist, so bemerken wir, wie es energetisch in eine Richtung wirkt, die emotional belastend sein kann. Wie sollen wir ein „Gegengewicht“ schaffen? Indem wir das Negative verdrängen?

Wir verdrängen es nicht sondern nehmen es liebevoll an, denn die Liebe heilt dies Ungleichgewicht und führt zu einer Form der energetischen Steigerung unserer Kräfte. Oftmals liegt Angst einer Akzeptanz im Wege.

Wir haben manchmal Angst, einem Gefühl, einer Emotion, einer Situation ins Auge zu sehen, uns ihr ganz zu stellen.

Diese Angst bewirkt ein energetisches Ungleichgewicht in uns. Dies heilen wir, in dem wir die Angst nicht verdrängen, sondern ihr liebevoll in die Augen blicken und uns mit dem ganzen Herzen dieser Angst, diesem verletzten Anteil, der wahrgenommen werden möchte, widmen. In Liebe betrachtet, lösen wir Angst auf – und wir erschaffen so ein gefühltes Gleichgewicht in uns, denn Krankheiten sind Manifestationen in der Materie, die Ungleichgewichte darstellen – manches mal berichten Menschen, die schwere Krankheiten hinter sich gebracht haben, dass sie diese Krankheit verändert hat.

Sie erleben sich und ihre Welt anders, sie verändern etwas, sie gewinnen sogar mehr Zufriedenheit – was paradox klingt, liegt genau daran: Krankheit lässt uns innehalten und nachdenken über unser Leben, über unser Funktionieren, über das, was wir im Leben wollten, als wir Träume hatten, als wir nachdachten über unsere Wünsche, über unser Verhältnis zu den anderen Menschen, die uns wichtig sind. Diese spielen dann manchmal eine größere Rolle, weil sie Kraft geben in schwierigen Situationen.

Womit geben sie uns Kraft? Nicht, indem sie uns unsere Krankheit „nehmen“ oder mit uns leiden – sie kräftigen uns, indem sie uns einen Weg zeigen, indem sie uns unsere Ängste annehmen lassen und uns ermutigen, mehr und mehr auf sein Herz zu hören. Wirkliche Unterstützung erfahren wir von Menschen, die uns zeigen, dass wir alles, jede Krankheit, jedes Schicksal überwinden, indem wir es in Liebe akzeptieren und nach dem tieferen Sinn darin fragen.

Die Antwort auf die Sinnfrage ist das Leben selbst: es möchte gelebt werden und nicht aufgespart. Es entfaltet sich im Moment, nicht im Gestern und nicht im Morgen.

Warum ist es für manche Menschen schwierig, das Gestern zu verabschieden und nicht fixiert an das Morgen zu denken?

Dies liegt an einer unerlösten Last in uns, die uns in einer Schleife gefangen halten kann. Wie erlösen wir dies Unerlöste?

Wir erzeugen eine Energie in uns, die den Moment ausnutzt und ihm zu einer Wirkung verhilft, die das Gestern und Morgen transzendiert.

Ich möchte eine Übung vorstellen, die genau dies macht:

Ich nutze nun die Du-Form, damit die Vorstellung angeregt wird durch die persönliche Ansprache:

Stelle Dir vor, wie sich in Dir ein Licht entfaltet – es entsteht aus dem Inneren einer kleinen Lichtkugel. Dies nimmst Du wahr, wie sie in Dir leuchtet. Sie befindet sich in der Mitte Deines Bauches und ist bereits strahlend hell, auch wenn sie ersteinmal klein erscheinen mag – dies liegt daran, dass dieses Licht eine Aufgabe hat.

Es leuchtet für manche zum ersten mal, für andere ist die Vorstellung, Licht zu sein, vertrauter.

Dies spielt für die Meditation keine Rolle.

Du bist Licht.

Und Du sprichst: Ich bin Licht.

Nimm wahr, wie nun die Lichtkugel im Zetrum Deines Bauches größer wird und sich ausdehnt.

Sie dehnt sich aus in Deinen gesamten Körper, erfüllt Deinen unteren Bauch, Dein Becken, Deine Beine, Deine Knie, Deine Füße. Es strahlt hell und leuchtet auch oberhalb Deines Bauchnabels in Deinem Solarplexus-Bereich.

Du bist Licht – und wo Licht ist, ist kein Schatten.

Die Schatten sind Illusionen, denn die Schatten sind Dunkelheit, die aus der Trennung entstanden sind.

Lasse die Schatten in Dir aus dem inneren Gefängnis treten und sprich zu ihnen: Ich liebe Euch, meine Schatten.

Sie verschwinden, denn wo Licht ist, ist kein Schatten.

Das Licht in Dir dehnt sich aus – Dein Herz ist erleuchtet, denn das Licht ist in Dir und Du bist das Licht, das Liebe ist.

So sei es.

Lass Dein Herz nun strahlen, denn das Herz heilt Deine inneren Ängste.

Innere Ängste dienten Dir, denn sie waren die Wegweiser für Deine Lernaufgaben, die Du leicht lösen kannst, wenn Du Deinen inneren Gestalten Aufmerksamkeit schenkst.

Du bist Licht. So sei es.

Die Schatten, von denen die Rede war, waren vergangene Leben und Erfahrungen, die Dein Licht auch verdunkelt haben, denn diese Erfahrung hat Deine Seele durch vieles geführt, das erlebt worden ist, um nun losgelassen zu werden – das heißt nicht, dass wir verdrängen. Wir lassen das Gestern los, indem wir es ganz annehmen.

Wir nehmen es an, indem wir sprechen:

Ich bin Licht.

Ich bin Licht.

Ich bin Licht.

Gott Vater-Mutter, offenbare mir Dein Mitgefühl.

Offenbare mir den Weg des Herzens, der meiner ist, denn ich bin die Seele, ich bin das göttliche Licht, ich bin Liebe, ich bin Wille, ich bin Weisheit und ich manifestiere aus dem Geiste jetzt, dass ich die göttliche Liebe bin.

So sei es.

Spüre hinein, wie sich das Licht ausbreitet, Deinen gesamten physischen Körper erfüllt und Dein Herz als Zentrum der Liebe in dieser Welt zum leuchten beginnt.

Heilung beginnt im Herzen – und die Ängste weichen, denn sie sind in der Tiefe unseres Bewusstseins Illusionen.

In Wahrheit waren wir nie getrennt, wir sind immer eins mit der göttlichen Quelle in uns, die wir sind.

Wir sind göttlich, wir sind Gott Vater-Mutter selbst.

So ist es.

Und darum manifestieren wir unsere göttliche Gesundheit, indem wir unser Bewusstsein der Liebe in uns ganz annehmen, denn die Krankheit ist eine Illusion.

Du sprichst: die Krankheit ist eine Illusion.

Die Krankheit ist eine Illusion.

Die Krankheit ist eine Illusion

und spürst hinein in diese Worte, die ganz in der Liebe des Herzens der Einheit schwingen, die wir in Wahrheit sind.

In der Einheit existiert keine Trennung und keine Erfahrung des Ungleichgewichtes, sondern das Erleben der Materie als ein energetisches Geschehen erzeugte Licht und erzeugte Schatten. Dies spiegeln uns unserer materiellen Körper, die wie wir, energetische Einheiten sind. Einheit ist die Abwesenheit der Trennung und diese Trennungen, die Krankheiten erzeugen, lassen wir los, indem wir sprechen:

Ich bin göttliche Gesundheit,

ich bin götliches Heil,

Ich bin göttlich.

Spüre hinein in die Worte und nimm wahr, wie sich etwas in Dir verändert hat.

Die „Erlösung“ von der Dunkelheit unseres Bewusstseins der Trennung ist die Transzendenz der Trennungen – diese wuchsen aus dem Glauben, dass wir nicht göttlich sind. Wir sind und waren immer Gottes geliebte Kinder.

Dies ist das wahre Geheimnis des Lebens. Die Erkenntnis ist, dass wir Licht und Bewusstsein sind und dies immer waren.

Nehmen wir es an, bringt es alles zurück in das Gleichgewicht der Einheit, die wir sind.

Die Trennungen sind Illusionen.

Namaste.

 

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